Geschichte

Die Burganlage

Der imposante Wohnturm ist der Mittelpunkt der Burg Kriebstein.
Der imposante Wohnturm ist der Mittelpunkt der Burg.

Burg Kriebstein ist eine Kombination aus Turm- und Ringburg auf einem ovalen Grundriss. Auf der höchsten Felsenklippe erhebt sich der monumentale Wohnturm mit einer Höhe von 45 Metern. Seine spätmittelalterlichen Erkertürmchen und der Dachreiter erzeugen die unverwechselbare Dachsilhouette der Burg. Das turmartige Torhaus, die Ringmauer mit dem Wirtschaftsflügel, Küchenbau und Kapellenflügel gruppieren sich um den Wohnturm. Östlich schließen sich die gotische Halle und das hintere Schloss an. Ein durchgehendes Obergeschoss aus dem 17. Jahrhundert fasst den ganzen Gebäudekomplex zusammen.

Auf dem Kriebstein entsteht eine Burg

Kriebsteinzimmer aus dem 15. Jahrhundert
Kriebsteinzimmer aus dem 15. Jahrhundert

Die Familie von Beerwalde erbaute die Burg Kriebstein ab 1384 als Wohn- und Herrschaftssitz. Zu dieser Zeit gehörten ihr bereits die Städte Waldheim und Hartha. 1407 wurde der Bau an den Gebäuden und den über den Steilhang hinausgeschobenen Anbauten abgeschlossen. Als Dietrich von Beerwalde 1408 stirbt, geht die Burg zunächst an seine Witwe Elisabeth und später an dessen Tochter Klara.

Gotische Umbauten

Gotische Halle mit charakteristisch kreuzrippengewölbter Decke
Gotische Halle mit charakteristisch kreuzrippengewölbter Decke

Mit dem Erwerb der Burg durch Hugold III. von Schleinitz 1465 begann die zweite wichtige Bauphase. Er beauftragte Arnold von Westfalen, Hofbaumeister und Erbauer der Albrechtsburg Meissen, mit gotischen Um- und Erweiterungsbauten. Der Wirtschaftsflügel mit Tanzsaal und Brunnenstube, das hintere Schloss und das Küchenhaus erhielten zu dieser Zeit ihr charakteristisches Aussehen. Mit den Baumaßnahmen erhielt die Burg ihre noch heute sichtbare Ausdehnung.

Die Familie von Arnim übernimmt die Burg

Historische Abbildung der Torseite von 1803
Historische Abbildung der Torseite von 1803

Nach dem Tod Hugolds von Schleinitz im Jahre 1490 wechselten die Besitzer der Burg häufig. Erst im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts nahm die Familie von Schönberg die Bautätigkeit auf der Burg wieder auf. Die Anbauten am Wohnturm, das Torhaus und das Treppenhaus erhielten Aufstockungen. Im Jahre 1825 erwarb Hanscarl von Arnim aus dem Hause Planitz bei Zwickau die Burg. Die Familie von Arnim sollte bis 1945 im Besitz der Burg bleiben. 

Neogotische Umgestaltung

Großer Festsaal im Stil der Neogotik

Hofbaumeister Carl Moritz Haenel gestaltete Burg Kriebstein von 1866 bis 1868 im Stil der Neogotik um. Neben teilweisen Änderungen der Raumaufteilung wurden im Bereich des Wirtschaftsflügels zwei Stockwerke abgetragen. Auch die nördliche Wehrmauer verlor ihren hölzernen Wehrgang. Ein stützender Pfeiler sicherte die Ringmauer und der ursprüngliche Fachwerkbau des Küchenhauses wich einem Massivbau. 

Die Burganlage

Zeichnung Burg Kriebsteins um 1830
Zeichnung Burg Kriebsteins um 1830

1930 gab die Familie von Arnim Teile der Burg für die Öffentlichkeit frei und führte aufwendige Restaurierungsarbeiten durch. Zu dieser Zeit erhielt Burg Kriebstein den Ruf »der schönsten Ritterburg Sachsens«. Als die von Arnims 1945 enteignet wurden, wurde die Burg zunächst zu Wohnzwecken und von der Forstverwaltung genutzt. Das Museum auf Burg Kriebstein ist seit 1949 wieder geöffnet. Seit dem 1. Januar 1993 ist die Burg Kriebstein Eigentum des Freistaates Sachsen.

Die Sage der treuen Frau von Kriebstein

Gemälde zur Sage der treuen Frau von Kriebstein
Gemälde zur Sage der treuen Frau von Kriebstein

Zur Fastnacht im Jahre 1415 nahm der Ritter Dietrich von Staupitz die Burg Kriebstein ein. Der Markgraf Friedrich der Streitbare belagerte daraufhin die Burg. Nach einer langen Zeit hielten es vor allem die Frauen auf Burg Kriebstein nicht mehr aus. Die Gemahlin des Staupitz bat den Markgrafen, dass wenigstens die Frauen mit dem Kostbarsten, was sie tragen können, die Burg Kriebstein verlassen dürften. Als Friedrich der Streitbare dem zustimmte, dachte er wohl an das Geschmeide der Damen. Doch als sich am nächsten Morgen das Burgtor öffnete, trugen die Frauen ihre Männer auf dem Rücken hinaus. Über diese listige Tat der treuen Frauen von Kriebstein war der Markgraf so gerührt, dass er Dietrich von Staupitz, der eigentlich den Tod verdient hätte, das Leben schenkte.

Erfahren Sie mehr über den Ritter Staupitz.

Kontakt

Burg Kriebstein

Susanne Tiesler

Kriebsteiner Straße 7 | 09648 Kriebstein

Zur Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gemeinützige GmbH gehörend

+49 (0) 34327 952-0
kriebstein@schloesserland-sachsen.de

Eintrittspreise & Öffnungszeiten

Eintritt:

  • Eintritt 6,00 EUR
  • Ermäßigter Eintritt 3,00 EUR
  • 2 Erwachsene und maximal 4 Kinder: 13,50 EUR
  • 1 Erwachsener und maximal 2 Kinder: 7,50 EUR
  • Gruppentarif (ab 15 Personen) 4,80 EUR
  • Gruppentarif Schüler 2,40 EUR
Foto-/Videogenehmigung
  • 2,50 EUR
Freier Eintritt
  • Kinder bis 5 Jahre
  • Geburtstagskinder
  • Begleitpersonen von Schwerbehinderten mit dem Merkzeichen »B« im Schwerbehindertenausweis
  • Reiseleiter
  • Buskraftfahrer mit Reisegruppen
  • eine Begleitperson pro 10 Schüler und
  • Medienmitarbeiter jeweils mit Nachweis
  • Inhaber schlösserlandKARTE

Öffnungszeiten

April bis Oktober
  • Di - Fr: 10:00-17:00 Uhr
  • Sa, So: 10:00-18:00 Uhr  
November
  • Sa/So/feiertags 10.00-16.00 Uhr 
Dezember bis Januar
  • Außer zu Sonderveranstaltungen: geschlossen
Februar bis März
  • Di - So: 10:00 - 16:00 Uhr 
 Mo: Ruhetag (außer an Feiertagen) Letzter Einlass eine halbe Stunde vor Schließzeit!
Außerhalb der Öffnungszeiten Besichtigung nach Vereinbarung möglich.

Änderungen vorbehalten.

Weitere Informationen

Hier finden Sie weitere Informationen zur Geschichte der Burg, den Besitzern und einen Querschnitt durch den Wohnturm